Hochhäuser in Pyongyang - vielleicht bald isoliert?
Werner Hässigs Firma Hässig Sustech GmbH wirbt mit dem Slogan „Ihre Spezialisten für MINERGIE-Standards und nachhaltiges Bauen“. Er bildet in seinem Fachgebiet auch nordkoreanische Fachleute aus. Eben ist Hässig von einer intensiven Schulung in Pyongyang zurückgekehrt. Er berichtet:
»Alles ist gut gegangen. Die Leute waren wirklich sehr zufrieden mit unseren Kursen.
Ich habe heute erfahren, dass sie nun Hochhäuser mit 30 Stockwerken mit 22 cm statt mit nur 5-8 cm Dämmmaterial isolieren wollen. Da hat sich unser Aufwand gelohnt! Ich selbst bin recht erschöpft, habe wenig geschlafen und viele Gespräche geführt. Auch die Temperaturunterschiede (heiss im Hotel, sonst überall kühl) sind herausfordernd.
Heute konnte ich die Duru-Insel besuchen, wo das Pilotgebäude hinkommen soll. Der Bauplatz ist gut und der Farmer war sehr interessiert an meiner Beratung und auch an der Idee eines Strohballen-Hauses.“
Jeder Teilnehmende erhält ein Kursdiplom
Die Kurse, die Hässig anbot, waren sehr gut besucht. Immer wieder kam es zu lebhaften Diskussionen unter den insgesamt 60 TeilnehmerInnen. Die Kursauswertung zeigt, dass die Teilnehmenden den Unterricht sehr schätzen und sich bewusst sind, dass ihre Herausforderung nun darin besteht, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Das wird nicht einfach sein, auch weil einige Baumaterialien in Nordkorea schwierig aufzutreiben sind. Wir sind gespannt auf die Resultate!